http://www.sfwaldachtal.de/index.html/ 2024-28-02 Der aktuelle Sternenhimmel<br>Der Sternenhimmel im März

S t e r n e n f a b r i k
W a l d a c h t a l


Der aktuelle Sternenhimmel
im März

Mit dem März hält der Frühling Einzug. Der Winter zeigt meist noch ein letztes Aufbäumen, aber die Tage werden jetzt spürbar länger. Am 20. März dauert der Tag und die Nacht gleich lang (Tag-und-Nacht-Gleiche).

Zu Beginn des Monats endet die Dämmerung um etwa 19.15 Uhr und am Ende des Monats aufgrund der Sommerzeit um 21.00 Uhr. Am Monatsanfang endet die Nacht erst um 6.00 Uhr Morgens während am 31.03. die Dämmerung, der Sommerzeit geschuldet, ebenfalls um 6.00 Uhr endet.

Während dieser Zeit ist es dunkel genug, um den Nachthimmel zu genießen. Im Laufe der Nacht ziehen die Herbst-, Winter- und Frühlings-Sternbilder von Ost nach West.

Vor Sonnenaufgang zeigen sich dann im Osten die Sommer-Sternbilder.

Zu Beginn der Nacht verläuft die sogenannte "Winter-Milchstraße" quer von Süd-Ost nach Nord-West.

Dieser Teil der Milchstraße ist nicht so hell und deutlich erkennbar wie der Bereich den wir im Sommer sehen.

Unsere Galaxie ist eine Spiralgalaxie und im Winter sehen wir hier den äußeren Teil eines Spiralarmes, in dem die Anzahl der Sterne immer geringer wird.

Weit im Westen sind zu Beginn der Nacht noch die letzten Herbst-Sternbilder zu erkennen.

Pegasus

Das Sternbild Pegasus steht am westlichen Rand des Nachthimmels.

Bootes

An das Sternbild Pegasus schließt direkt das Sternbild Andromeda an. In den Sternenkarten sind im Regelfall nur vier Sterne des Sternbildes Andromeda verzeichnet.

Dadurch ist das Sternbild leichter aufzufinden. Es besteht jedoch aus 16 Sternen.

Im Sternbild Andromeda befindet sich auch die Andromeda-Galaxie. Diese ist etwa 2,5 Millionen Lichtjahre entfernt und wird in etwa 4,5 Milliarden Jahren den ersten Kontakt zu unserer Heimatgalaxie herstellen.

Am Ende eines über mehrere Milliarden Jahre andauernden Prozesses verschmelzen die beiden Galalxien dann zu einer.

Das Sternbild besteht aus vielen Doppelsternsystemen, die auch im Teleskop nur als ein Stern sichtbar sind.

Dreieck

Widder

Unterhalb des Sternbildes Andromeda stehen die beiden kleinen Sternbilder Dreieck und Widder.

Im Sternbild Dreieck befindet sich auch die Dreiecks-Galaxie. Sie ist nach der Andromeda-Galaxie die nächst gelegene Galaxie.

Fische

Unter den beiden kleinen Sternbildern und dem Sternbild Pegasus befindet sich das Sternbild Fische. Es ist ein sehr großes aber lichtschwaches Sternbild mit vielen spektroskopischen Doppelsternsystemen.

Walfisch

Cetus, das Sternbild Walfisch, steht um diese Uhrzeit unterhalb der Sternbilder Dreieck, Widder und Fische

Es ist kein sehr helles aber doch ein sehr großes Sternbild. Im Walfisch ist der Stern Mira zu finden, der einer ganzen Sternenklasse seinen Namen gegeben hat.

Östlich auf der Höhe des Sternbildes Walfisch beginnt das Sternbild des Flusses Eridanus. Es schlängelt sich so tief in den Süden, daß bei uns nur ein Teil davon zu sehen ist.

Ein Teil des Fluß Eridanus umschließt zu dreivierteln das Sternbild Chemischer Ofen.

Um diese frühe Abendzeit stehen noch die Winter-Sternbilder im Mittelpunkt des Nachthimmels.

Stier

Nach dem Walfisch erscheint das Sternbild Stier. Das Sternbild kann mit zwei bekannten Sternhaufen aufwarten.

In der Mitte des Sternbildes befindet sich der Offene Sternhaufen der Hyaden. Die Hyaden sind nach den neuesten Erkenntnissen wesentlich größer als bisher angenommen und erstrecken sich auch in die benachbarten Sternbilder.

Im westlichen Teil des Sternbildes ist der Sternhaufen der Plejaden zu sehen.

Fuhrmann

An das Sternbild Stier schließt Richtung Norden das Sternbild Fuhrmann an, daß inmitten der sogenannten "Winter-Milchstraße" liegt.

Weiter Richtung Nordwesten befinden sich in der Milchstraße drei Sternbilder, die gemeinsam in einer Geschichte der griechischen Mythologie beheimatet sind.

Perseus

Nach dem Sternbild Fuhrmann folgt das Sternbild Perseus, die Hauptperson der Geschichte.

Im Sternbild Perseus sind viele Riesensterne und Überriesen zu beobachten. Diese Sterne sind die größten Sterne.

Da Überriesen nur eine geringe Lebenserwartung besitzen, gibt es in unserer Galaxis bei geschätzten 200 Milliarden Sternen nur etwa 20 Millionen davon.

Kassiopeia

Daran schließt sich dann das Sternbild Kassiopeia an, die Schwiegermutter des Perseus.

Das Sternbild ist aufgrund seiner markanten Struktur auch als das "Himmels-W" bekannt. Das Sternbild ist sicherlich am einfachsten am Nachthimmel zu finden.

Kepheus

Am Nordwestlichsten steht das Sternbild von König Kepheus, der Ehemann der Kassiopeia. Die beiden Sterne Beta und Delta Cephei sind die Namensgeber von Sternen, die ihre Helligkeit regelmässig verändern.

Das Sternbilder Kepheus gehört zu den Sternbildern, die im Norden die gesamte Nacht in der Nähe des Polarsterns ausfindig gemacht werden können.

KleinerBaer

Der "Polarstern" ist ein Mehrfach-Sternensystem, daß zum Sternbild Kleiner Bär gehört, bei uns besser bekannt als der "Kleine Wagen". Der Polarstern steht immer an der gleichen Stelle am Nachthimmel.

Rund um das Sternbild Kleiner Bär sind dem Uhrzeigersinn folgend die Sternbilder Drache, die Große Bärin, Kepheus, Kassiopeia und Giraffe die ganze Nacht auszumachen. Aus unserer Sicht drehen sich die Sternbilder langsam um den Polarstern.

Drache

Um diese Uhrzeit ist das Sternbild Drache weit im Norden noch zu erkennen. Es ist ein großes und ausgedehntes Sternbild, daß das Sternbild des Kleinen Bären umschließt.

Daneben im Nordosten kann das Sternbild der Großen Bärin ausgemacht werden. Es enthält die Sternenanordnung des "Großen Wagens".

Unterhalb des Kleinen Bären, neben dem Sternbild Kepheus, steht das Sternbild Giraffe, die um diese frühe Uhrzeit südlich des Sternbildes Kleiner Bär steht und damit den Mittelpunkt des nördlichen Sternenhimmels bildet.

Dieser Bereich ist eine sehr dunkle Region am Nachthimmel, der aber einige sehr weit entfernte Riesensterne beherbergt.

Orion

Unterhalb der Sternbilder Fuhrmann und Stier ist dann das auffälligste Sternbild im Winter, der Orion, zu erkennen.

Vor allem seine drei Gürtelsterne in der Mittes des Sternbildes sorgen für einen schnellen Wiedererkennungseffekt.

Der Orion bildet den Mittelpunkt des winterlichen Sternenhimmels. Und jeder der sieben hellen Sterne der markanten Figur, steht für eine spannende Geschichte.

Unterhalb des Orion ist das Sternbild Hase zu sehen.

Um 20.00 Uhr steht dann das Sternbild Zwillinge unübersehbar in der Mitte des Nachthimmels. Am dunklen Landhimmel sind die beiden Sternreihen der Zwillinge besonders gut zu sehen.

Einhorn

Unter den Zwillingen stehen die Sternbilder Kleiner Hund und Einhorn.

Im Sternbild Kleiner Hund strahlt der helle Stern Prokyon, in einer Entfernung von nur 11,6 Lichtjahren.

Zwischen den Sternbildern Kleiner Hund und Orion befindet sich das nicht sehr helle Sternbild Einhorn .

Im Einhorn erstreckt sich das riesige Sternenentstehungsgebiet Monocerotis OB1, in der sich auch die Konstellation, der "Weihnachtbaum" befindet, passend zur winterlichen Jahreszeit.

GrosserHund

Unterhalb dem Sternbildes Einhorn ist das Sternbild Großer Hund zu sehen.

Es steht östlich neben dem Hasen. Der hellste Punkt des Nachthimmels ist dabei der nur 8,6 Lichtjahre entfernte Stern Sirius. Die Nähe von Sirus stellt jedoch die Ausnahme dar.

Viele der Sterne des Sternbildes sind zum Teil mehr als 2.000 Lichtjahre entfernte Riesensterne. Einige davon sind größer als die Entfernung von der Erde zur Sonne.

Krebs

Um 22.00 Uhr steht dann das Sternbild Krebs im Mittelpunkt des Nachthimmels. Der Krebs folgt auf das Sternbild Zwilling.

In dieser Region befinden sich nicht sehr viele helle Sterne. In der Mitte des Sternbildes kann der Offene Sternhaufen M44, "die Krippe", ausgemacht werden.

Über dem Krebs befindet sich das ebenfalls sehr dunkle Sternbild Luchs. Und oberhalb des Luchses steht um diese Uhrzeit das Sternbild der Großen Bärin im Mittelpunkt des nördlichen Sternenhimmels.

Loewe

An das Sternbild Krebs schließt sich das auffällige Sternbild Löwe an, daß die Nacht aufgrund seiner markanten Figur um diese Zeit beherrscht.

Der Löwe zeigt uns am Nachthimmel das Frühjahr an und stellt um 24.00 Uhr das prägende Sternbild des Nachthimmels dar.

Rund um die auffälligen Struktur bietet sich ein Blick auf das Universum außerhalb unserer Galaxis. Hier sind im Teleskop sehr viele weit entfernte Galaxien zu sehen.

KleinerLoewe

Über dem Sternbild Löwe befindet sich das Sternbild Kleiner Löwe. Das Sternbild wurde erst Ende des 17. Jahrhunderts eingeführt.

Die fünf Sterne des Sternbildes sind nicht allzu weit von uns entfernt. Der Stern Praecipua ist ein Riesenstern in einer Entfernung von etwa 95 Lichtjahren Entfernung.

Um 2.00 Uhr morgens zeigen sich dann die späten Frühlings-Sternbilder.

HaarderBerenike

Neben dem Löwen steht das nicht sehr helle Sternbild Haar der Berenike.

In diesem Sternbild ist der Kugelsternhaufen M53 zu sehen. Er ist rund 58.000 Lichtjahre von uns entfernt. Auch im Sternbild Haar der Berenike sind zahlreiche Galaxien zu sehen.

Jagdhunde

Über dem Sternbild Haar der Berenike und neben dem Sternbild Löwe sind im Norden die Jagdhunde zu sehen.

Bootes

Westlich neben dem Sternbild Haar der Berenike steht das markante Sternbild Bootes.

Der erste Stern im Frühjahr und Sommer, der sich am Nachthimmel zeigt, ist der Stern Arktur im Sternbild Bootes. Er ist mit 36,7 Lichtjahren Entfernung der nächst gelegene Riesenstern.

Ein Teil des Sternbildes sieht aus wie die Drachen, die im Herbst im Wind flattern.

NoerdlicheKrone

Neben dem Sternbild Bootes liegt als Halbkreis das Sternbild Nördliche Krone.

Die funkelnden Lichter sind zum größten Teil Doppel- und Mehrfach-Sternensysteme. Einige davon stehen so nahe beieinander, dass sie auch im Teleskop nicht getrennt zu sehen sind.

Jungfrau

Unterhalb der Sternbilder Bootes und Haar der Berenike liegt das Sternbild Jungfrau.

Im Westen der Jungfrau sind sehr viele Galaxien zu sehen, u. a. auch der Virgo-Haufen. Wer das Univerum außerhalb unserer Galaxis in seiner ganzen Schönheit sehen will, ist bei den Frühlings-Sternbildern gut aufgehoben.

Unterhalb der Sternbilder Löwe und Jungfrau stehen drei Sternbilder, die in der griechischen Mythologie gemeinsam in einer Kurzgeschichte vorkommen.

Von uns aus gesehen am südlichen Horizont zieht das langgestreckte Sternbild Wasserschlange seine Bahnen.

Rabe

Mit den Sternbildern Becher und Rabe, die entlang der Wasserschlange stehen, sind die drei Sternbilder Teil einer griechischen Geschichte.

Zwischen dem Kopf der Wasserschlange und dem Becher hat der Astronom Johannes Hevelius ein weiteres Sternbilder eingefügt, das Sternbild Sextant.

Ab 4.00 Uhr morgens, noch vor Beginn der Dämmerung zeigt sich der sommerliche Sternenhimmel.

Waage

Nach dem Sternbild Jungfrau erscheint das Sternbild Waage. Zwischen den Sternbildern Jungfrau und Skorpion fällt es nicht auf, da es keine bei uns sehr hellen Sterne enthält.

Vor rund 4.000 Jahren bei den Sumerern stand die Waage für die Tagundnachtgleiche. Sie stellte auch die Waage der Steuereintreiber dar.

Vom Sternbild Skorpion sind in unseren Breiten nur die Scheren und der Riesenstern Antares zu sehen.

Schlange

Um diese Uhrzeit stehen die Sommer-Sternbilder Schlange und Schlangenträger im Mittelpunkt des Nachthimmels.

Durch die griechische Mythologie sind diese beiden Sternbilder miteinander verbunden, wobei das Sternbild Schlange vom Schlangenträger in zwei Teile getrennt wird.

Die beiden Sternbilder bestehen zum größten Teil aus Riesensternen und Mehrfach-Sternensystemen.

Herkules

Über dem Sternbild Schlangenträger steht das Sternbild Herkules. Der Mittelpunkt des Sternbildes ist ein Viereck, dass den Asterismus "Keystone" bildet.

Von diesem Viereck entfernen sich dann die einzelnen Sternenreihen als Arme und Beine des Herkules. Auch er besteht aus vielen Mehrfach-Sternensystem, sowie dem großen Kugelsternhaufen M13.

Mit der Dämmerung erscheint dann im Osten die Milchstraße, die dann ihre sommerliche Seite mit ihrem Sternenreichtum zeigt.

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