Der aktuelle Sternenhimmel. Mit dem September beginnt der Herbst und Ende des Monats steht die Sonne weniger als 12 Stunden am Tageshimmel. Von den Frühlings-Sternbildern ist noch das Sternbild Bootes zu Beginn der Nacht zu sehen. Im Laufe der Nacht ziehen die Sommer-, Herbst- und Winter-Sternbilder von Ost nach West. Vor Sonnenaufgang steht dann tief im Osten mit dem Sternbild Löwe das erste Frühlings-Sternbild am Nachthimmel. Doch bis zum nächsten Frühjahr wird es noch einige Zeit dauern.
Mit dem September beginnt der Herbst und Ende des Monats steht die Sonne weniger als 12 Stunden am Tageshimmel. Noch sind einige Frühlings-Sternbildern zu Beginn der Nacht zu sehen.
Im Laufe der Nacht ziehen die Sommer-, Herbst- und Winter-Sternbilder von Ost nach West. Vor Sonnenaufgang steht dann am Monatsende tief im Osten mit dem Sternbild Löwe das erste Frühlings-Sternbild am Nachthimmel.
Doch bis zum nächsten Frühjahr wird es noch einige Zeit dauern.
Zu Beginn des Monats endet die Dämmerung um 21.30 Uhr und am Ende des Monats um 20.15 Uhr. Am Monatsanfang ist die Nacht um 5.15 Uhr vorüber während am Monatsende die Nacht eine dreiviertel Stunde später um 6.00 Uhr endet.
In dieser Zeit ist es dunkel genug, um den Nachthimmel zu genießen.
Nach Dämmerungsende sind zu Beginn des Monats noch die letzten Frühlings-Sternbilder im Westen zu erkennen.
Am Westlichsten steht das nicht sehr helle Sternbild Haar der Berenike. In diesem Sternbild ist der Kugelsternhaufen M53 zu sehen.
Er ist rund 58.000 Lichtjahre von uns entfernt. Im Sternbild Haar der Berenike gibt es zahlreiche Galaxien zu entdecken.
Östlich neben dem Sternbild Haar der Berenike steht das markante Sternbild Bootes. Der erste Stern im Frühjahr und Sommer, der sich am Nachthimmel zeigt, ist der Stern Arktur im Sternbild Bootes.
Er ist mit 36,7 Lichtjahren Entfernung der nächst gelegene Riesenstern. Ein Teil des Sternbildes sieht aus wie die Drachen, die im Herbst im Wind flattern.
Neben dem Sternbild Bootes liegt als Halbkreis das Sternbild Nördliche Krone. Die funkelnden Lichter sind zum größten Teil Doppel- und Mehrfach-Sternensysteme.
Einige davon stehen so nahe beieinander, daß sie auch im Teleskop nicht getrennt zu sehen sind.
Über dem Bootes ist dann das Sternbild der Großen Bärin zu sehen, die die Sternenanordnung des "Großen Wagens" enthält. Sie gehört zu den Sternbildern, die im Norden die gesamte Nacht in der Nähe des Polarsterns ausfindig gemacht werden können.
Der "Polarstern" ist ein Mehrfach-Sternensystem, das zum Sternbild Kleiner Bär gehört, bei uns besser bekannt als der "Kleine Wagen". Der Polarstern steht immer an der gleichen Stelle am Nachthimmel.
Rund um das Sternbild Kleiner Bär sind dem Uhrzeigersinn folgend die Sternbilder Drache, Kepheus, Kassiopeia und Giraffe die ganze Nacht auszumachen. Aus unserer Sicht drehen sich die Sternbilder langsam um den Polarstern.
Das Sternbild Drache ist ein großes und ausgedehntes Sternbild, daß das Sternbild des Kleinen Bären umschließt.
Es steht nach Einbruch der Dunkelheit im Mittelpunkt des nördlichen Sternenhimmels und wird dann im Laufe der Nacht vom Sternbild Kepheus abgelöst.
Gegenüber davon, auf der anderen Seite des Polarsterns, steht ganz im Norden das Sternbild Giraffe. Dieser Bereich ist eine sehr dunkle Region am Nachthimmel, der aber einige sehr weit entfernte Riesensterne beherbergt.
Über der Giraffe und der Großen Bärin steht das Sternbild Luchs.
Neben dem Drachen und der Giraffe erscheint ein Teil der Milchstraße, die zu Beginn der Nacht von Nord nach Süd verläuft. Dort sind drei Sternbilder mit Personen aus der griechischen Mythologie beheimatet.
Um diese Uhrzeit ist im nördlichsten Teil der Milchstraße das Sternbild Perseus zu sehen. Im Sternbild Perseus sind viele Riesensterne und Überriesen zu beobachten. Diese Sterne sind die größten Sterne.
Da Überriesen nur eine geringe Lebenserwartung besitzen, gibt es in unserer Galaxis bei geschätzten 200 Milliarden Sternen nur etwa 20 Millionen davon.
Darunter erscheint dann das Sternbild Kassiopeia, die zukünftige Schwiegermutter des Perseus.
Das Sternbild ist aufgrund seiner markanten Struktur auch als das "Himmels-W" bekannt. Das Sternbild ist sicherlich am einfachsten am Nachthimmel zu finden.
Daran schließt sich dann das Sternbild Kepheus an. König Kepheus ist der Gatte von Kassiopeia. Die beiden Sterne Beta und Delta Cephei sind die Namensgeber von Sternen, die ihre Helligkeit regelmässig verändern.
Um die Zeit vor Mitternacht stehen die Sommer-Sternbilder Schlange und Schlangenträger im Mittelpunkt des Nachthimmels.
Durch die griechische Mythologie sind diese beiden Sternbilder miteinander verbunden, wobei das Sternbild Schlange vom Schlangenträger in zwei Teile getrennt wird. Die beiden Sternbilder bestehen zum größten Teil aus Riesensternen und Mehrfach-Sternensystemen.
Über dem Sternbild Schlangenträger steht das Sternbild Herkules. Der Mittelpunkt des Sternbildes ist ein Viereck, das den Asterismus "Keystone" bildet.
Von diesem Viereck entfernen sich dann die einzelnen Sternenreihen als Arme und Beine des Herkules. Auch er besteht aus vielen Mehrfach-Sternensystem, sowie dem großen Kugelsternhaufen M13.
Unterhalb des westlichen Teils der Schlange erscheint noch ein Teil des Sternbildes Waage. Zwischen den Sternbildern Jungfrau und Skorpion fällt es es erst auf den zweiten Blick auf, da es keine bei uns sehr hellen Sterne enthält.
Vor rund 4.000 Jahren bei den Sumerern stand die Waage für die Tagundnachtgleiche. Sie stellte auch die Waage der Steuereintreiber dar.
Neben der Waage und unterhalb des Schlangenträgers sind vom Sternbild Skorpion in unseren Breiten nur die Scheren und der Riesenstern Antares zu sehen.
Die Hauptattraktion des Nachthimmels bildet die Milchstraße.
Zu Beginn der Nacht verläuft sie noch von Nord nach Süd. Leider ist die gesamte Pracht der Milchstraße nur am dunklen Landhimmel zu genießen, da in der Stadt die nächtliche Beleuchtung diesen Teil unserer Galaxis unsichtbar macht.
Der Schütze steht tief im Süden der Milchstraße. In seinen hellsten Sternen kann auch ein Teekessel erkannt werden.
Das Sternbild Schütze hat viele Sternhaufen und Sternennebel. Im Schützen liegt auch das Zentrum unserer Galaxis. Es ist aber vor unseren Augen durch viele Dunkelnebel verborgen.
Oberhalb des Schützen folgt dann das Sternbild Schild. Es ist ein kleines und nicht sehr auffälliges Sternbild, doch auch im Schild gibt es einiges zu entdecken, wie Sternhaufen oder Sternennebel.
Über dem Schild steht das Sternbild Adler. Der Adler ist ein großes Sternbild innerhalb der Milchstraße. Drei helle Sterne in einer Linie stellen den Kopf des Adlers dar.
Wie beim Schützen und beim Schild enthält der Adler eine Reihe von Sternhaufen und Planetarischen Nebeln.
Die beiden Sternbilder Pfeil und Fuchs stehen oberhalb des Adlers. Es sind sehr kleine Sternbilder. Die Sternbilder bestehen aus Riesen- und Doppelsternen.
Rechts oberhalb der beiden Sternbilder Pfeil und Fuchs ist dann das Sternbild Leier zu sehen. Es befindet am westlichen Rand der Milchstraße.
Die Leier ist ein sehr markantes Sternbild, daß aus einem Parallelogramm besteht. In diesem befindet sich auch der bekannte Ringnebel M57.
Darüber, am linken Rand der Milchstraße, befindet sich das Sternbild Delphin, daß ebenfalls eine kleine aber einprägsame Figur darstellt. Die Sterne des Sternbildes bestehen größenteils aus Doppelsternsystemen.
Zwischen dem Delphin und der Leier steht das Sternbild Schwan. Am dunklen Nachthimmel ist das Kreuz zu erkennen, daß aus den Flügeln und dem Körper des Schwans besteht. Daher wird der Schwan auch gerne als das "Kreuz des Nordens" bezeichnet.
Über dem Schwan in Richtung Norden schlängelt sich quer durch die Milchstraße die Eidechse. Die Eidechse ist eines der dunkelsten Sternbilder, da es kaum helle Sterne beinhaltet.
Darüber erscheinen dann die Sternbilder Kepheus, Kassiopeia und Perseus.
Nach den Sommer-Sternbildern und der Milchstraße kommen dann vor Mitternacht von Osten die ersten Herbst-Sternbilder.
Im Süden steht das Sternbild Steinbock. Es ist ein sehr lichtschwaches Sternbild neben dem Schützen. Der Steinbock besteht aus vielen Doppel- und Mehrfach-Sternensystemen.
Neben dem Steinbock steht das Sternbild Südlicher Fisch. Es ist ebenfalls ein sehr lichtschwaches Sternbild, dessen hellster Stern Fomalhaut mit einigen spektakulären Entdeckungen aufwartet.
Oberhalb des Südlichen Fischs und des Steinbocks ist das große Sternbild Wassermann zu sehen.
Die beiden Sterne Alpha und Beta Aquarii befinden sich in der sogenannten "Hertzsprung-Lücke", eine selten zu beobachtende Entwicklungsphase eines Sterns.
Zwischen Wassermann, dem Sternbild Pegasus und Delphin liegt das Sternbild Füllen.
Es ist eines der unauffälligsten Sternbilder, da die Sterne nicht allzu hell sind. Doch die einzelnen Sterne und Sternensysteme haben noch nicht alle ihre Geheimnisse offenbart.
Nach Mitternacht sind dann die Sternbilder Pegasus und Andromeda unübersehbar am Himmel und kündigen den Herbst an. Vier Sterne des Sternbildes Pegasus bilden das Herbst-Viereck.
An das Sternbild Pegasus schließt direkt das Sternbild Andromeda an. In den Sternenkarten sind im Regelfall nur vier Sterne des Sternbildes Andromeda verzeichnet. Dadurch ist das Sternbild leichter aufzufinden. Es besteht jedoch aus 16 Sternen.
Im Sternbild Andromeda befindet sich auch die Andromeda-Galaxis. Diese ist etwa 2,5 Millionen Lichtjahre entfernt und wird in etwa 4,5 Milliarden Jahren den ersten Kontakt zu unserer Heimatgalaxie herstellen.
Am Ende eines über mehrere Milliarden Jahre andauernden Prozesses verschmelzen die beiden Galalxien dann zu einer. Das Sternbild besteht aus vielen Doppelsternsystemen, die auch im Teleskop nur als ein Stern sichtbar sind.
Zwischenzeitlich hat sich die Milchstraße gedreht und steht nun von Ost nach West am Nachthimmel.
Unterhalb des Sternbildes Andromeda stehen die beiden kleinen Sternbilder Dreieck und Widder.
Im Sternbild Dreieck befindet sich auch die Dreiecks-Galaxie. Sie ist nach der Andromeda-Galaxie die nächstgelegene Galaxie.
Unter den beiden kleinen Sternbildern und dem Sternbild Pegasus befindet sich das Sternbild Fische. Es ist ein sehr großes aber lichtschwaches Sternbild mit vielen spektroskopischen Doppelsternsystemen.
Cetus, das Sternbild Walfisch, beginnt auf der rechten Seite des Sternbildes Fische und endet unterhalb davon. Es ist kein sehr helles aber doch ein sehr großes Sternbild. Im Walfisch ist der Stern Mira zu finden, der einer ganzen Sternenklasse seinen Namen gegeben hat.
Auf der Höhe des Sternbildes Walfisch beginnt das Sternbild Eridanus. Es schlängelt sich so tief in den Süden, dass bei uns nur ein Teil davon zu sehen ist.
Ein Teil des Fluß Eridanus umschliesst zu dreivierteln das Sternbild Chemischer Ofen.
Noch vor Beginn der Morgendämmerung zeigen sich dann die ersten Winter-Sternbilder am Nachthimmel. Zuerst erscheint das Sternbild Stier. Das Sternbild kann mit zwei bekannten Sternhaufen aufwarten.
In der Mitte des Sternbildes befindet sich der Offene Sternhaufen Hyaden. Die Hyaden sind nach den neuesten Erkenntnissen wesentlich größer als bisher angenommen und erstrecken sich auch in die benachbarten Sternbilder.
Im westlichen Teil des Sternbildes ist der Sternhaufen der Plejaden zu sehen.
An das Sternbild Stier schließt Richtung Norden das Sternbild Fuhrmann an, das mitten in der sogenannten "Winter-Milchstraße" liegt und nach dem Sternbild Perseus beginnt.
Dieser Teil der Milchstraße ist nicht so hell und deutlich erkennbar wie der Bereich den wir im Sommer sehen. Unsere Galaxie ist eine Spiralgalaxie und im Winter sehen hier den äußeren Teil eines Spiralarmes, in dem die Anzahl der Sterne immer geringer wird.
Unterhalb den Sternbildern Fuhrmann und Stier ist dann dass auffälligste Sternbild im Winter, der Orion, zu erkennen. Vor allem seine drei Gürtelsterne in der Mittes des Sternbildes sorgen für einen schnellen Wiedererkennungseffekt.
Der Orion bildet den Mittelpunkt des winterlichen Sternenhimmels. Und jeder der sieben hellen Sterne der markanten Figur, steht für eine spannende Geschichte.
Unterhalb der Orion ist das Sternbild Hase zu sehen. Nordöstlich, oberhalb des Orion, erscheint das Sternbild Zwillinge.
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