Wenn im Oktober die Milchstraße durch die Herbststernbilder abgelöst wird, stehen die Sternbilder Pegasus, Andromeda und Wassermann im Mittelpunkt des Sternenhimmels. Danach erscheint dann das letzte Sternbild des Herbstes, die Fische.
Sie kündigen den kommenden Winter an. Es ist kein sehr helles Sternbild. Doch die vielen Mehrfachsternensysteme zeigen die gesamte Dynamik am Nachthimmel.
Die Sternbilder
- Fische
- Steinbock
- Widder
sind Teil des griechischen Schöpfungsmythos mit dem Aufstieg und Kampf der Götter um den Olymp.
Sie gehören zu den 48 Sternbildern, die in der Antike vom griechischen Mathematiker und Astronomen Ptolemäus (von 90 bis 168 nach Christus) beschrieben wurden. In den Sternbildern sind die Götter der Antike und ihre Geschichten abgebildet.
Am Anfang der griechischen Schöpfungsgeschichte steht das Chaos. In der griechischen Mythologie steht das Chaos für die vollständige Unordnung. Aus dem Chaos entstanden die Gottheiten:
- Gaia (die Mutter Erde),
- Nyx (die Göttin der Finsternis und der Nacht),
- Erebos (der Gott der Finsternis in der Unterwelt),
- Tartaros (der Gott der Unterwelt; gleichzeitig ist der Tartaros das Gefängnis der Unterwelt) und
- Eros (der Gott der Liebe).
Der erstgeborene Sohn von Gaia war Uranos, der Gott des Himmels. Uranos hatte jedoch keinen Vater.
Gaia und Uranos sind die Eltern von zwölf Titanen (Riesen in Menschengestalt), drei Zyklopen (die Einäugigen) und drei Hekatoncheiren (Riesen mit 50 Köpfen und 100 Händen).
Da Uranos seine Kinder hasste versteckte er sie in der tiefsten Ecke des Tartaros. Uranos war mit seiner Handlung zufrieden war.
Doch ihre Mutter Gaia war über seine Tat erzürnt. Sie fertigte aus dem Metall Adamas (das härteste Metall in der griechischen Mythologie) eine Sichel, gab die Waffe ihren Kindern und forderte sie auf gegen Uranos zu kämpfen.
Der Titan Kronos war der Mutigste und übernahm diese Aufgabe. Mit einer List entmannte er seinen Vater Uranos mit der Sichel.
Aus dem Blut des Uranos, das auf die Erde fiel, entstanden dann die drei Furien Alekto (die bei der Jagd niemals aufhört), Megaira (die Göttin des Zorns) und Tisphone (die Göttin der Rache und Vergeltung).
Auch die Giganten (furchterregende riesige Krieger) und die Meliaden (Baumnymphen) sind so entstanden.
Aus dem Samen, der ins Meer floß, entstand die Aphrodite
Kronos selbst wurde zum Herrscher und nahm Rhea, seine Schwester, zur Frau. Unter Kronos begann das „Goldene Zeitalter“. Das goldene Zeitalter war die Zeit ohne Kriege. Es gab keine Verbrechen oder keine Ungleichheiten, es war die perfekte Welt, der Garten Eden.
Doch Kronos wurde vorhergesagt, dass er von einem seiner Kinder vom Thron gestoßen wird. Aus Angst davor die Macht zu verlieren verschlang er alle seine Kinder. Doch Rhea konnte ihren jüngsten Sohn Zeus verstecken.
Als Zeus erwachsen war überlistete er Kronos. Mit einer Täuschung brachte er Kronos dazu einen Stein zu verschlucken. Als er diesen wieder auswürgte kamen auch alle seine verschlungenen Kinder zum Vorschein.
Zeus und seine Geschwister stellten sich ihrem Vater und den anderen Titanen zum Kampf. Der Kampf wog lange Zeit hin und her. Als Zeus auf den von Rat Gaia hin die Zyklopen und Hekatoncheiren aus dem Tartaros befreite, erhielt er von den Zyklopen die Waffen Blitz und Donner.
Gemeinsam mit den neuen Verbündeten konnten sie dann die Titanen besiegen.
Der siegreiche Zeus und seine Geschwister bezogen im Rahmen des Triumphes den Olymp. Dort wurde Zeus dann von den neuen Göttern (seinen Geschwistern) zu ihrem Anführer gewählt. Die Titanen werden in den Tartaros gesperrt und dort von den Hekatoncheiren bewacht.
Als eine seiner ersten Maßnahmen teilte Zeus die gesamte Welt in drei Reiche auf. Er, Zeus, war verantwortlich für den Himmel, seine Brüder Poseidon und Hades bekamen die Macht über das Meer und die Unterwelt.
Doch die Erdenmutter Gaia war mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Denn jetzt waren ihre Söhne, die Titanen, im Tartaros gefangen. Sie überzeugte die Giganten in den Krieg gegen die Götter zu ziehen und den Olymp zu stürmen.
Doch die Giganten verloren die Schlacht. Gaia gab aber nicht auf und zeugte mit Tartaros, dem Gott der Unterwelt, das Ungeheuer Typhon. Typhon war der größte aller Riesen mit hundert Drachen- und Schlangenköpfen.
Als Typhon mit lautem Gebrüll den Olymp stürmte, flohen die Götter überstürzt und nahmen die Gestalt von Tieren an.
Zeus nahm die Form eines Widders an, die Göttin Aphrodite und ihr Sohn Amor verwandelten sich in Fische und der Gott Pan, dessen Körper einem Steinbock glich, änderte seine Gestalt zum Teil in einen Fisch (den Ziegenfisch).
Doch die Flucht von Zeus war nur kurz und als er wieder seine Gestalt annahm, stellte er sich Typhon dem Kampf.
Typhon konnte Zeus mit der Sichel, die einst Zeus im Kampf gegen Uranos benutzte, die Sehnen aus dem Leib trennen. Die Sehnen versteckte Typhon bei Delphyne, einem Ungeheuer, das in der Korykischen Höhle wohnte, genau dort wo Gaia Typhon einst geboren hatte.
Auch Zeus versteckte sich in der korykischen Höhle. Pan fand ihn dort und stahl die Sehnen Delphyne. Hermes und Pan halfen Zeus dabei die Sehnen wieder im Körper es Zeus zu befestigen.
Nachdem Zeus wieder gesund und stark genug war, stellte er sich Typhon erneut zum Kampf. Lange wog der Kampf hin und her. Am Ende konnte Zeus Typhon besiegen. Er sperrte ihn schließlich in den Berg Ätna in Sizilien. Dort ist Typhon bis heute gefangen und macht sich hin und wieder bemerkbar, wenn der Ätna mal wieder Feuer und Lava speit.