S t e r n e n f a b r i k
W a l d a c h t a l


Der aktuelle Sternenhimmel
im April

Mit dem Monat April werden die Nächte spürbar kürzer, was auch der Sommerzeit geschuldet ist, denn der Nachthimmel erscheint jetzt eine Stunde später.

Die Winter-Sternbilder sind zu Beginn der Nacht noch im Westen zu sehen. Der Himmel wird von den Frühlings-Sternbildern geprägt, die im Laufe der Nacht von den Sommer-Sternbildern abgelöst werden.

Zu Beginn des Monats endet die Dämmerung um etwa 21.00 Uhr und am Ende des Monats um 22.00 Uhr. Am Monatsanfang endet die Nacht erst um 6.00 Uhr Morgens während am 30.04 die Dämmerung um 5.00 Uhr endet.

In diesem Zeitraum ist es dunkel genug, um den Nachthimmel zu genießen. Im Laufe der Nacht ziehen die Winter-, Frühlings- und Sommer-Sternbilder von Ost nach West.

Vor Sonnenaufgang erscheint im Osten die Milchstraße mit den Sommer-Sternbildern.

Zu Beginn der Nacht ist am westlichen Rand noch die Winter-Milchstraße mit den Winter-Sternbildern zu sehen.

Leider ist die gesamte Pracht der Milchstraße nur am dunklen Landhimmel zu genießen, da in der Stadt die nächtliche Beleuchtung diesen Teil unserer Galaxis unsichtbar macht.

Eidechse

Weit im Norden schlängelt sich quer durch die Milchstraße die Eidechse. Die Eidechse ist eines der dunkelsten Sternbilder, da es kaum helle Sterne beinhaltet.

Daran schließen sich dann drei Sternbilder an, die gemeinsam in einer Geschichte der griechischen Mythologie beheimatet sind.

Kepheus

Rechts neben der Eidechse steht das Sternbild von König Kepheus. Die beiden Sterne Beta und Delta Cephei sind die Namensgeber von Sternen, die ihre Helligkeit regelmässig verändern.

Kassiopeia

Unterhalb des Kepheus schließt sich dann das Sternbild Kassiopeia an, die Ehegattin des Kepheus. Das Sternbild ist aufgrund seiner markanten Struktur auch als das "Himmels-W" bekannt.

Das Sternbild ist sicherlich am einfachsten am Nachthimmel zu finden.

Perseus

Südöstlich davon steht das Sternbild Perseus, die Hauptperson der Geschichte.

Im Sternbild Perseus sind viele Riesensterne und Überriesen zu beobachten. Diese Sterne sind die größten Sterne.

Da Überriesen nur eine geringe Lebenserwartung besitzen, gibt es in unserer Galaxis bei geschätzten 200 Milliarden Sternen nur etwa 20 Millionen davon.

KleinerBaer

Das Sternbilder Kepheus gehört zu den Sternbildern, die im Norden die gesamte Nacht in der Nähe des Polarsterns ausfindig gemacht werden können.

Der "Polarstern" ist ein Mehrfach-Sternensystem, das zum Sternbild Kleiner Bär gehört, bei uns besser bekannt als der "Kleine Wagen".

Der Polarstern steht immer an der gleichen Stelle am Nachthimmel. Das Sternbild Kleiner Bär steht um diese Uhrzeit unter dem Sternbild Kepheus.

Rund um das Sternbild Kleiner Bär sind dem Uhrzeigersinn folgend die Sternbilder Drache, die Große Bärin, Kepheus, Kassiopeia und Giraffe die ganze Nacht auszumachen.

Aus unserer Sicht drehen sich die Sternbilder langsam um den Polarstern.

Um diese Uhrzeit ist das Sternbild der Großen Bärin im Mittelpunkt des nördlichen Sternenhimmels. Es enthält die Sternenanordnung des "Großen Wagens".

Drache

Es wird im Laufe der Nacht vom Sternbild Drache abgelöst. Der Drache ist ein großes und ausgedehntes Sternbild, dass das Sternbild des Kleinen Bären umschließt.

Unterhalb des Sternbildes Andromeda und neben dem Sternbild Perseus steht das Sternbild Giraffe.

Dieser Bereich ist eine sehr dunkle Region am Nachthimmel, der aber einige sehr weit entfernte Riesensterne beherbergt. Es steht nach Einbruch der Dunkelheit im Mittelpunkt des nördlichen Sternenhimmels.

Zu Beginn der Nacht im April sind noch die Winter-Sternbilder weit im Westen zu erkennen.

Stier

Am Westlichsten steht das Sternbild Stier. Das Sternbild kann mit zwei bekannten Sternhaufen aufwarten.

In der Mitte des Sternbildes befindet sich der Offene Sternhaufen der Hyaden. Die Hyaden sind nach den neuesten Erkenntnissen wesentlich größer als bisher angenommen und erstrecken sich auch in die benachbarten Sternbilder.

Im westlichen Teil des Sternbildes ist der Sternhaufen der Plejaden zu sehen.

Fuhrmann

An das Sternbild Stier schließt in Richtung Norden das Sternbild Fuhrmann an, das inmitten der sogenannten "Winter-Milchstraße" liegt und nach dem Sternbild Perseus beginnt.

Dieser Teil der Milchstraße ist nicht so hell und deutlich erkennbar wie der Bereich den wir im Sommer sehen.

Unsere Galaxie ist eine Spiralgalaxie und im Winter sehen wir hier den äußeren Teil eines Spiralarmes, in dem die Anzahl der Sterne immer geringer wird.

Orion

Unterhalb der Sternbilder Fuhrmann und Stier ist dann dass auffälligste Sternbild im Winter, der Orion, zu erkennen. Vor allem seine drei Gürtelsterne in der Mittes des Sternbildes sorgen für einen schnellen Wiedererkennungseffekt.

Der Orion ist noch sehr präsent am frühen Nachthimmel im April, obwohl er zu den Winter-Sternbildern gehört. Und jeder der sieben hellen Sterne der markanten Figur, steht für eine spannende Geschichte.

Hase

Unterhalb des Orion ist das Sternbild Hase zu sehen.

Um 21.00 Uhr steht das Sternbild Zwillinge noch im Mittelpunkt westlichen Nachthimmels. Am dunklen Landhimmel sind die beiden Sternreihen der Zwillinge besonders gut zu sehen.

Unter den Zwillingen stehen die Sternbilder Kleiner Hund und Einhorn.

Einhorn

Im Sternbild Kleiner Hund strahlt der helle Stern Proykon, in einer Entfernung von nur 11,6 Lichtjahren.

Zwischen den Sternbildern Kleiner Hund und Orion befindet sich das nicht sehr helle Sternbild Einhorn .

Im Einhorn erstreckt sich das riesige Sternenentstehungsgebiet Monocerotis OB1, in der sich auch die Konstellation, der "Weihnachtbaum" befindet.

GrosserHund

Unterhalb dem Sternbildes Einhorn ist das Sternbild Großer Hund zu sehen. Es steht östlich neben dem Hasen. Der hellste Punkt des Nachthimmels ist dabei der nur 8,6 Lichtjahre entfernte Stern Sirius.

Die Nähe von Sirus stellt jedoch die Ausnahme dar. Viele der Sterne des Sternbildes sind zum Teil mehr als 2.000 Lichtjahre entfernte Riesensterne. Einige davon sind größer als die Entfernung von der Erde zur Sonne.

Krebs

Um 21.00 Uhr steht das Sternbild Krebs im Mittelpunkt des Nachthimmels. Der Krebs folgt auf das Sternbild Zwilling.

In dieser Region befinden sich nicht sehr viele helle Sterne. In der Mitte des Sternbildes kann der Offene Sternhaufen M44, "die Krippe", ausgemacht werden.

Über dem Krebs befindet sich das ebenfalls sehr dunkle Sternbild Luchs. Und oberhalb des Luchses steht um diese Uhrzeit das Sternbild der Großen Bärin im Mittelpunkt des nördlichen Sternenhimmels.

Loewe

Auf das Sternbild Krebs folgt das auffällige Sternbild Löwe. Der Löwe zeigt uns am Nachthimmel das Frühjahr an und stellt um 23.00 Uhr das prägende Sternbild des Nachthimmels dar.

Rund um die auffälligen Struktur bietet sich ein Blick auf das Universum außerhalb unserer Galaxis. Hier sind im Teleskop sehr viele weit entfernte Galaxien zu sehen.

KleinerLoewe

Über dem Sternbild Löwe befindet sich das Sternbild Kleiner Löwe. Das Sternbild wurde erst Ende des 17. Jahrhunderts eingeführt.

Die fünf Sterne des Sternbildes sind nicht allzu weit von uns entfernt. Der Stern Praecipua ist ein Riesenstern in einer Entfernung von etwa 95 Lichtjahren.

Ab Mitternacht befinden sich dann die späten Frühlings-Sternbilder in der Mitte des Sternenhimmels.

HaarderBerenike

Neben dem Löwen steht das nicht sehr helle Sternbild Haar der Berenike. In diesem Sternbild ist der Kugelsternhaufen M53 zu sehen. Er ist rund 58.000 Lichtjahre von uns entfernt.

Auch im Sternbild Haar der Berenike können zahlreiche Galaxien entdeckt werden.

Jagdhunde

Über dem Sternbild Haar der Berenike und neben dem Sternbild Löwe sind im Norden die Jagdhunde zu sehen.

Bootes

Ab 1.00 Uhr befindet sich westlich neben dem Sternbild Haar der Berenike das Sternbild Bootes in der Mitte des Nachthimmels.

Der erste Stern im Frühjahr und Sommer, der sich am Nachthimmel zeigt, ist der Stern Arktur im Sternbild Bootes. Er ist mit 36,7 Lichtjahren Entfernung der nächst gelegene Riesenstern.

Ein Teil des Sternbildes sieht aus wie die Drachen, die im Herbst im Wind flattern.

NoerdlicheKrone

Neben dem Sternbild Bootes liegt als Halbkreis das Sternbild Nördliche Krone.

Die funkelnden Lichter sind zum größten Teil Doppel- und Mehrfach-Sternensysteme. Einige davon stehen so nahe beieinander, dass sie auch im Teleskop nicht getrennt zu sehen sind.

Jungfrau

Unterhalb der Sternbilder Bootes und Haar der Berenkie liegt das Sternbild Jungfrau. Im Westen der Jungfrau sind in Teleskopen sehr viele Galaxien zu sehen, u. a. auch der Virgo-Haufen.

Wer sich das Univerum außerhalb unserer Galaxis in seiner ganzen Schönheit anschauen will, ist bei den Frühlings-Sternbildern gut aufgehoben.

Unterhalb der Sternbilder Löwe und Jungfrau stehen drei Sternbilder, die in der griechischen Mythologie gemeinsam in einer Kurzgeschichte vorkommen.

Von uns aus gesehen am südlichen Horizont zieht das langgestreckte Sternbild Wasserschlange seine Bahnen.

Rabe

Mit den Sternbildern Becher und Rabe, die entlang der Wasserschlange stehen, sind die drei Sternbilder Teil einer griechischen Geschichte.

Zwischen dem Kopf der Wasserschlange und dem Becher hat der Astronom Johannes Hevelius ein weiteres Sternbilder eingefügt, das Sternbild Sextant.

Waage

Um 4.00 Uhr noch vor der Dämmerung steht neben dem Sternbild Jungfrau das Sternbild Waage im Süden im Mittelpunkt des Nachthimmels. Zwischen den Sternbildern Jungfrau und Skorpion fällt es nicht auf, da es keine bei uns sehr hellen Sterne enthält.

Vor rund 4.000 Jahren bei den Sumerern stand die Waage für die Tagundnachtgleiche. Sie stellte auch die Waage der Steuereintreiber dar.

Vom Sternbild Skorpion sind in unseren Breiten nur die Scheren und der Riesenstern Antares zu sehen.

Schlange

Im Osten des Nachthimmels stehen die Sommer-Sternbilder Schlange und Schlangenträger. Durch die griechische Mythologie sind diese beiden Sternbilder miteinander verbunden, wobei das Sternbild Schlange vom Schlangenträger in zwei Teile getrennt wird.

Die beiden Sternbilder bestehen zum größten Teil aus Riesensternen und Mehrfach-Sternensystemen.

Herkules

Über dem Sternbild Schlangenträger steht das Sternbild Herkules. Der Mittelpunkt des Sternbildes ist ein Viereck, das den Asterismus "Keystone" bildet. Von diesem Viereck entfernen sich dann die einzelnen Sternenreihen als Arme und Beine des Herkules.

Auch er besteht aus vielen Mehrfach-Sternensystem, sowie dem großen Kugelsternhaufen M13.

Noch vor dem Ende der Nacht erscheint im Osten die Milchstraße.

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